Schweißverfahren und Schweißposition
Es gibt im Stahlbau verschiedene Schweißverfahren (135, 136, 111, 141, 91, 13, 21, 311, 52, 783). Diese sind abhängig vom Werkstoff, der Beanspruchung des Bauteils, der Schweißposition, der Schweißumgebung oder der Schweißstromquellen.
Folgende Schweißverfahren kommen zur Anwendung:
Autogenes Schweißen, ein Schweißverfahren, bei dem eine Brennstoff-Sauerstoffflamme den Grundwerkstoff erwärmt und aufschmelzt. Die Verbindung der Bauteile wird erreicht, indem ein Schweißstab von Hand zugeführt und im Schmelzbad abgeschmolzen wird.
Das wichtigste Verbindungsverfahren in Industrie und Handwerk ist das Lichtbogenschmelzverfahren. Hier gibt es das Lichtbogenhandschweißen und das Schutzgasschweißen. Zu den Schweißverfahren mithilfe von Schutzgas gehören das MAG-Schweißen, das MIG-Schweißen sowie das WIG-Schweißen.
Bei den teil- und vollmechanischen Verfahren ist insbesondere das UP-Schweißen (Unterpulver-Schweißen) zu nennen. Mit dieser Anwendung werden Schweißnähte mit hoher Qualität erreicht.
Außerdem finden folgende Anwendungen im Stahlbau statt: Das Widerstandsschweißen. Formen des Widerstandsschweißens sind das Punktschweißen, das Rollennahtschweißen und das Buckelschweißen. Des Weiteren findet das Widerstandsstumpfschweißen Anwendung. Hier unterscheidet man zwischen Wulststumpfschweißen und Abbrennstumpfschweißen. Zu nennen sind außerdem das Laser- und das Plasmaschweißen.
Das Aluminothermische Schweißen, auch Thermitschweißen wird insbesondere beim Verbinden von Schienen angewendet.
Bei dem Sprengschweißen und das Diffusionsschweißen ist charakteristisch, dass mit hohen Druck gearbeitet wird. Das Sprengschweißverfahren verbindet Metalle, die mit anderen Verfahren nicht miteinander zu verschmelzen sind.
Nicht unerwähnt soll hier das Feuerschweißen bleiben. Es ist die älteste Art um Metalle miteinander zu verbinden.
Bevor der Schweißer seine Arbeit beginnt muss er eine Qualitätskontrolle des Bauteils durchführen. Denn falls Risse oder andere Schäden im Material vorliegen, kann es zu einer großen Katastrophe kommen. Auch wichtig ist es noch einmal nach dem Stempel des Werkstoffes zu schauen. Der Stempel verrät die Eigenschaften des Materials. Somit kann herausgefunden werden ob es überhaupt schweißbar ist oder ob ein anders Verfahren genutzt werden muss. Zum Beispiel darf bei manchen Werkstoffen nicht zu viel Wärme (Strom) genutzt werden, da es den Werkstoff sonst schädigt.
Folgende Schweißverfahren haben wir für Sie aufgelistet:
WIG-141 |
MIG-131 |
MAG-135 / 136 |
Elektrodenschweißen |
UP-Schweißen |
Punktschweißen |
Autogenschweißen |
Plasmaschweißen |
Laserschweißen |
